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    In dieser Gegend ist es nicht immer ganz leicht, an Fußballfachlektüre zu kommen.




    Vor ein paar Monaten ist mein Kiosk abgebrannt.

    Was heißt meiner, der Einzige im gesamten Ort.

    Defekter Heizlüfter.
    Das sah höchst dramatisch aus, als ich nach der Arbeit dort eine kalte Apfelschorle kaufen wollte, die ganze Doppelgarage: komplett ausgebrannt, paar Rauchschwaden noch hier und da.
    Die NGZ-Werbebeleuchtung: geschmolzen.
    Betroffen umherstehende Passanten, die eher unauffällig mit ihren Handys hant- und/oder fotografierten. Meins war dummerweise leer. Das einzig Unversehrte, was ich erblicken konnte, waren ein paar Kartons Red Bull.
    Der Juniorchef von der benachbarten Dönerbude berichtete mir, recht betroffen wirkend, er habe noch zu löschen versucht, aber "zu spät"; meinen Vorschlag, Zeitungen ins Sortiment zu nehmen, ignorierte er.

    Vor ein paar Wochen, nachdem der Komplex nicht, wie ich eigentlich erwartet hatte abgerissen, sondern saniert worden war, hat der Kiosk dann mit neuem Besitzer aufgemacht.
    Die Vorbesitzerin arbeitet da anscheinend ab und an auch noch, aber offenbar in erster Linie, um sich bei Kunden (meist kopfschüttelnd) darüber zu beklagen, was "der Neue" alles anders, also falsch macht. Preiserhöhungen, viel zu viel Verkaufsfläche für Tabakwaren, schlechte Schaufenstergestaltung; ich glaube, für sie ist es am schlimmsten.

    "Der Neue" ist stark übergewichtig und raucht zuviel. Bei sonnigem Wetter sitzt er gerne vor dem Kiosk auf einem weißen Plastikklapphocker, der dazu einlädt, auf den Zeitpunkt seines Ablebens ob dieser Bürde zu wetten.
    Seine Kunden begrüßt er (der "Neue", nicht der Klapphocker) mit einem fast gesungenen "Háll - lo", Betonung auf der ersten Silbe, in der zweiten eine knappe Oktave abfallend, welches mich anfangs ganz unangenehm berührt hat, ohne das ich wußte, warum.
    Irgendwann letzte Woche, glaube ich, erinnerte ich mich dann, dass ein ähnlich dicker Mann mal genau so ein "Háll - lo" gerufen hat, als ich mit zwei Freundinnen in Bayern im Urlaub nackt im Wald im Bach, also in einem Waldbach, planschte und er uns dabei vom Ufer aus zuguckte. Das war irgendwie seltsam.
    Als ich später meiner Mutter davon erzählte, hat sie uns verboten, das nochmal zu machen, und weil ich höchstens zehn oder so war, habe ich natürlich gehorcht.

    Ich meine... okay, wir haben noch einen Zeitschriftenlottodingsladen im Ort.
    Die, die da nachmittags IMMER verkauft, wirkt auch irgendwie ein bißchen schrullig.
    Bißchen verhärmt und vorgealtert, aber wahrscheinlich um die 50, Haare aber immer noch (im Zopf) bis fast zum Arsch und mit augenscheinlich wenigstens einem festen Prinzip: "Es kann nicht nur eine Grußformel geben".
    Ein paarmal mußte ich ja dahin, Zeitung (kicker) kaufen, und ich schwöre: Sie hat es jedesmal getan.
    Kunde: "Guten Tag!"
    Sie: "Tagchen, Grüßgott!"
    [...]
    Kunde: "Danke, tschüß"
    Sie: " Danke, tschöchen, schönen Tag noch!"

    Kunde: "Hallo!"
    Sie: "Hallihallo, Tag auch!"
    [...]
    Kunde: "Wiedersehen!"
    Sie: "Wiederschaun, bis bald, ba-bah!"

    Immer noch besser als dieses "Háll - lo", allerdings.
    Mit diesem Unterton.

    Was noch verschärfend hinzukommt: Vor dem Kioskbrand kostete die Dose Erdnüsse 1,20€. ALLERhöchstens 1,30, ich glaube aber, 1,20. Gleiche Firma wie von Aldi, McKnabbits, glaube ich.
    Nach dem Brand: 2 Euro! Von Dorati. Kennt kein Mensch.

    Ich habe das natürlich beanstandet. So zwei, dreimal; einmal habe ich eine Dose Erdnüsse vom Neusser Bahnhofskiosk mit Preisschild 1,29€ mitgebracht und dem Neuen geschenkt.
    Er hat bislang allerdings auf den Einkaufspreis über seinen Händler von 1,04 verwiesen. Er bietet mir dann immer eine Filterzigarette an, die ich fast immer ablehne und schwadroniert über Kalkulation; Markenartikel und darüber, dass seine Vorgängerin (fast) alles falsch, insbesondere die Kalkulation, gemacht habe.

    Zusätzlich begrüßt er mich jetzt jedesmal, wenn ich auftauche, mit entweder "Ah, die Nuß!" oder "Ah, die Erdnuß!". Echt, jedesmal. Ich habe bislang nicht mitgezählt, aber bestimmt schon 12, 13mal.
    Lästig. Ich überlege schon fast ein kicker-Abo.

    Wie kam ich drauf?

    Ach, richtig.

    2MMblog.

    Erscheint, so es die Redaktion (die sich hier so nach und nach vorstellen wird) will und gewährleisten kann, zweimal monatlich, jeweils zum 1. und zum 15., Sonderausgaben vorbehalten.
    Mit Ausnahme natürlich dieser Ausgabe, die erscheint völlig absichtlich am 17. August.
    Am 17. deswegen, weil der Vortag des 17. Augusts der 16. ist.
    Am 16.08.1812 gelang Arnold Abbühl, Joseph Bortis und Alois Volker die Erstbesteigung des Finsteraarhorns, des höchsten Berges der Berner Alpen. Weil sie sich aber, weil es so finster war, dessen nicht ganz sicher waren, warteten sie lieber auf das darauffolgende Morgengrauen bis sie merkten, dass sie tatsächlich ganz oben waren.

    Derer und dessen würde ich gerne hiermit gedenken.

    Das mag alles ein bißchen improvisiert wirken, liegt aber in erster Linie daran, dass ich mein ursprüngliches Skript recht hautnah an eine dringend notwendige erste Saisonanalyse eines nicht ganz unbekannten Rekordnationalspielers hatte anlehnen wollen, dieser aber am Freitag kurzfristig absprang mit dem Hinweis, dass "Liliyana" "wieder rumzicke".

    Da stehe ich dann nun mit meiner geplanten Hymne. Obwohl... die kann ich ja trotzdem noch abspielen lassen. So als Blogankündigung. Weil ich sie so eindrucksvoll fand.

    Und ein Bloglogo braucht es auch noch, so wie das da oben kann das nicht bleiben.
    Zuletzt geändert von lujan; 17.08.2009, 19:04.

  • #2
    Wer die Wahl hat...



    Vom Jahre 2002 sind mir 3 Dinge besonders im Gedächtnis geblieben.

    1. Die „Frisur“ von Ronaldo
    2. Das eines schon jetzt fest steht
    3. Meine Gedanken in der Wahlkabine (siehe Bild oben)

    Punkt 1 ignorieren wir mal großzügig. War eh ne doofe WM. War ja eh nur ne Probe für 2006. Unsere war ja eh viel besser und man musste nicht um 8 Uhr Morgens aufstehen um das Achtelfinale ja nicht zu verpassen.

    Punkt 2 war doch der wahre Höhepunkt des Jahres. Sieht die Angela nicht putzig aus?

    Als dem Stoiber noch in der Nacht gesagt wurde, dass er dann doch nicht Kanzler wird, muss er sich ähnlich gefühlt haben, wie ich bei Punkt 3 zum ersten Mal in der Wahlkabine.

    Im Gegensatz zu Stoiber konnte ich es 3 Jahre später aber besser machen. Wir erinnern uns? Altkanzler Schröder. Misstrauensvotum. Merkel neue Kanzlerin. Suboptimaler Schuß ins Knie, nech?

    Ich war damals noch in der Ausbildung. Damit wir die mündliche Prüfung vor Nervosität nicht völlig vereimern, wurden wir in Gruppen aufgeteilt um ein Referat später mündlich vorzuüben. Mit der Gruppe an sich war ich sehr zufrieden. Die charmante und kluge Maria, meine Kumpels Mohamed und Caglar (Ja, der heißt wirklich so) und meine Wenigkeit.

    Aber dann kam die Ziehung der Themen. Der bevorstehende Confed-Cup (ich schickte mehrere Stoßgebete gen Himmel), 2 ausbildungsspezifische Themen (das wäre auch noch OK gewesen) und die Bundestagwahl (sowas nennt mal wohl A-Karte).

    Wir hätten den Mohamed das Los ziehen lassen sollen. Der kommt aus Nador. Der weiß, wie man sich durchs Leben schlägt. Aber wer kann einer Frau mit solch blaustrahlenden Augen den Wunsch verwehren? 3 sabbernde Männer auf jeden Fall nicht (vielen Dank, Gott, Evolution, Hugh Heffner, wer auch immer……)

    Nachdem Caglar ungefähr 20 Mal „Siktir lan, warum nicht Fußball?“ fluchte, befassten wir uns mit den Wahlprogrammen der Parteien. Zum ersten Mal in unserem Leben. Und soll ich euch was sagen?

    Die A-Karte muss nicht immer schlecht sein. Zumindest wusste ich von nun an, dass ich in Zukunft sicher nicht mehr planlos 2 Striche durch einen Kreis machen würde oder nach Sympathien wählen gehe. Das…..und das die Parteien Minuten nach der Wahl ihre so stolzen Wahlprogramme schlagartig uminterpretieren können^^

    Ich ging also diesmal mit einem Plan in die Grundschule. Ja, in die Grundschule. Dort dürfen die Raunheimer nämlich ihre Kreuzchen machen.

    Ich legte den freiwilligen Wahlhelfern (mein allertiefstes Beileid, öhm, allerhöchsten Respekt für ihre Arbeit!) mein Personalausweis und die Wahlkarte vor. Ziemlich hektisch. War schon Viertel vor 6. Ich wollte so schnell wie möglich die Kreuze setzen. Um 18 Uhr kamen ja schon die ersten Hochrechnungen.

    Das war ja alles so aufregend. Ich hätte vielleicht nicht bis um 15 Uhr schlafen sollen……

    Ein sympathischer Rentner drückte mir eine Mappe in die Hand. Anscheinend war ich nicht der erste, der dabei doof aus der Wäsche schaute. Hatte ich doch nur mit einem Wahlzettel gerechnet. Er erklärte mir im perfekten hessisch:

    „Da sin noch annere Anträäsch bei. Da hinne sin die Wahlurnne für. Steht ja alles dran.“

    Cool. Den letzten Satz hab ich verstanden. Steht alles dran. Perfekt. Ich setzte mich in die Wahlkabine, packte die Zettel aus.

    Wasn das? Antrag XY. Irgendwas Familiäres. Und das? Irgendwas mit dem Flughafen. Mach ich später. Wo ist…..ah, da ist die Liste zur Bundestagswahl. Dann wolln mer mal. Ich weiß ja schon, was ich will.

    X
    X

    Fertig!

    „Psssscht. Junger Mann. Dabei wird net gesproche!“

    Hubbela. Hab ich das jetzt laut gesagt? Naja, was solls. Was mach ich jetzt mit dem Rest? Davon hat mir keine Sau was erzählt. Voll der Stress hier

    „Junger Mann? Noch fünf Minutte, dann schließt das Wahllokal.“

    Nach besten Wissen und Gewissen schmiss ich die Zettel in die Urnen und wetzte nach Hause. Ich schaute mir die Wahlergebnisse und die Elefantenrunde in der Nacht an.

    Diesmal war es der Schröder, der sich zum Vollpfostenhorst machte. Manchmal wünschte ich, man könnte anderen Leuten Gehirnzellen spenden….

    Aber egal, zurück in die Zukunft!

    Heute ist der 1. September. Heute fangen viele neue Azubis ihre Ausbildung an. Heute erscheint Teil 2 des 2MMblogs und der beschäftigt sich mit *Trommelwirbel* der Bundestagswahl! Spätestens heute geht der Wahlkampf in die heiße Phase. Obwohl. Der Wahlkampf ist dieses Jahr irgendwie ziemlich spannungsarm. Irgendwie haben sich alle schon mit dem Gedanken an 4 weiteren Jahren Blei in den Mundwinkeln gewöhnt.

    Dabei gibt es so viele spannende Fragen zu klären…..

    Wo bleibt der Obama der SPD?
    Kiffen die Grünen immer noch?
    Was macht eigentlich die Westerwelle?
    Kann man den Schlämmer wirklich wählen?
    Ist die CSU der Vorgänger der H1N1?
    Warum darf der Johnny Depp eine Piratenpartei in Deutschland gründen?
    Sind die Linken mittlerweile so links, dass sie wieder Rechts sind? (in dem Fall müssten sie gegen sich selbst sein)
    Tritt der Hartz IV wieder an?
    Schafft die Saalfrank mit der Familien-Partei die 5 % Wuthöhle?

    Und wo verdammt noch mal ist nun Ullas Dienstwagen?

    Das sind Fragen, die ich mir für das Fernsehduell am 13. September zwischen Merkel und Steinmeier wünsche

    Bis dahin schau ich mir die Wahlprogramme an und verfalle in Nostalgie an meine Ausbildung (Maria, Maria…)

    Am 27. September ist es soweit.

    Viel Spaß wünsch ich euch bei euren Gedanken in der Wahlkabine.
    Für immer einer von uns

    Kommentar


    • #3
      Pannen-Nazi stoppt Abzocker! (oder das 2MM-Leben des Ori Lansky)

      Wie kommt man dazu an einem Blog für ein Fußball-Browser-Game-Forum teilzunehmen? Diese Frage lässt sich sehr einfach beantworten: Man meldet sich an der falschen Stelle (oder der richtigen, alles eine Frage der Definition)! Die nächste Frage zu beantworten wird schon schwieriger: Was macht man, wenn man noch nie ein Blog, beziehungsweise einen Blogbeitrag geschrieben hat? Nach reiflicher Überlegung war klar, ein Ghostwriter muss her. Nachdem diese Entscheidung getroffen war, fiel meine Wahl direkt auf Katja Kessler, die Vorteile liegen bei ihr klar auf der Hand. Sie hat Erfahrung als Ghostwriterin von anspruchslosem Geschreibsel und ihre Nähe zur Bild-Zeitung sorgt für eine reißerische Überschrift.

      Nerv-Naddel frisst Kind!


      Igitt!

      Pannen-Nazi stoppt Abzocker!?


      Schon sehr gut, oder doch lieber

      Ohr-ab-Beichte stürzt Titan!?*


      Vielleicht eher nicht. Die Sache mit der Überschrift hilft zwar womöglich Leser zu finden, aber das Ganze dann mit Inhalt zu füllen scheint unmöglich. Am Ende liest Kai Diekmann noch Korrektur oder man erhält eine Rüge vom Deutschen Presserat. Nein, die Idee mit Katja Kessler als Ghostwriterin verliert nicht nur ihren Reiz, sie erweist sich als Totalreinfall.

      Ein Ghostwriter ist dann wohl doch nicht das Richtige. Dann doch lieber selbst schreiben. Bleibt wieder die Frage: Was macht man, wenn man noch nie ein Blog, beziehungsweise einen Blogbeitrag geschrieben hat? Und eine weitere Frage drängt sich auf: Welche Qualifikation braucht man? Nun, eine Zeitungskolumne ist ja im weitesten Sinne auch ein Blog. Und welche Kolumne über Fußball würde sich als Inspiration und hinsichtlich der Qualifikation besser eignen als die von Franz Beckenbauer (schon wieder Bild-Zeitung)? Nehmen wir also Franz B. aus Oberndorf als literarisches Vorbild. Zugegebenermaßen war der „Kaiser“ Fußballweltmeister als Spieler und Trainer, aber schreibt er dadurch besser? Wohl kaum. Damit ist auch die Frage der Qualifikation geklärt, man braucht gar keine Qualifikation**.

      Bleibt noch die abschließende Frage des Themas dieses Beitrags. Nach einigen kleineren Fehlschlägen habe ich mich für etwas entschieden, was mir schon einige Zeit durch den Kopf geht und ursprünglich als Zeitungsartikel geplant war, ich aber nie umgesetzt habe: einen Artikel über 2minman aus der Sicht eines Hauptprotagonisten– eines Spielers.

      Das (2mm-)Leben des Ori Lansky – eine Kurzbiografie

      Wir schreiben das Jahr acht der 2minman-Rechnung. Durch eine Unaufmerksamkeit des Direktors der Gesamtsportabteilung des Vereins Maccabi Bat Jam 07 kam es zu einer folgenreichen Verwechslung. Statt die erfolgreiche Mannschaft des Ausdrucks-Klippenspringen für die neue Saison der Ausdrucks-Klippenspring-Liga mit dem entsprechenden Ausdrucks-Klippenspring-Liga-Anmeldeformular anzumelden, erwischte erwähnter Sportdirektor das Anmeldeformular der israelischen Fußballliga (seit diesem Zeitpunkt gibt es ein neues Ablagesystem). So kam es also, dass das Team, das sich nach harter Vorbereitung durchaus Hoffnung auf den nationalen Titel im Ausdrucks-Klippenspringen machen konnte, mit einer Sportart konfrontiert war, die niemand auch nur im Ansatz beherrschte, Fußball! Wie der Zufall es so will besteht eine Mannschaft im Ausdrucks-Klippenspringen-Teamwettbewerb aus 11 Springern plus 3 Auswechselspringern, außerdem darf der Kader 24 Springer nicht überschreiten und so dem Start der neuen Fußballabteilung nicht mehr im Weg. So standen die ehemaligen Ausdrucks-Klippenspringer also in der Mitte von Saison 8 der Fußballliga erstmals in ihren Badehosen auf dem kurzfristig errichteten Trainingsplatz. Allerdings zeigte sich sehr schnell, dass die Neufußballer über keinerlei Ballgefühl verfügten und niemand bereit war sich zwischen die beiden Pfosten zu stellen. Zufälligerweise befand sich der 17-jährige Sohn des Mannschaftbusfahrers, Ori Lansky, zu dieser Zeit in der Nähe des Trainingsgeländes. Da er die einzige Person weit und breit war, die keine Badelatschen und Badehose trug, wurde er kurzerhand ins Tor befördert. Berichte über seine brillante Leistung während dieses Trainingsauftakts gehören in das Reich der Legenden; Fakt ist, dass er ein einige Male angeschossen wurde, dadurch einige Bälle hielt und somit kurzerhand als Stammtorwart engagiert wurde. Sein Trainer war allerdings begeistert, O-Ton: “Wer? Lansky? Nie gehört! … Ach so, Lansky, der Kleine vom Busfahrer.“ Schließlich kam es zum ersten Ligaspiel der neuen Fußballabteilung in der 4.Liga, der damals niedrigsten Spielklasse. Sportlich gibt es nicht viel zu berichten, die erste Saison beendete man als 18. und letzter, die Moral war so am Boden, dass man bei einigen Spielen das Gefühl hatte, manche Mannschaftsteile wären überhaupt nicht aufgestellt. Daraufhin beschloss das Schiedrichtergespann, manche Spiele erst gar nicht anzupfeifen und man verlor 0:3. Fans und Kritiker konnten und mussten dem Team aber attestieren die wenigen Tore am ausdrucksstärksten zu bejubeln, auch wenn es beim Jubel immer wieder zu schweren Verletzungen kam, Rasen ist doch härter als Wasser – selbst aus geringer Höhe. Immerhin hatte die Vereinsführung ein Stadion mit 15.000 Plätzen, davon 3.000 Sitzplätzen in den Boden gestampft (bzw. umgebaut noch heute erinnert die 30m Kunstklippe im Gästeblock an die sportlichen Wurzeln), für einen 4. Ligisten eine beachtliche Leisung. Durch die aufstrebende Region „Computer“ in Israel wurde das Ligasystem um eine weitere Stufe erweitert (noch heute heißen die meisten Vereine in Israels niedrigster Spielklasse „Computer Nr.#####) und plötzlich war der Verein für den Pokal der neuen Saison qualifiziert. Zu Beginn von Saison 9 feierte Lansky seinen 18. Geburtstag. Leider wurde dieses Ereignis für seinen Geschmack nicht würdig gefeiert, wie der Zufall es so wollte feierten alle seine Mannschaftskameraden am selben Tag ihren Ehrentag – noch heute verpflichtet das Management nur Spieler, die zu diesem Datum Geburtstag haben – wahrscheinlich um die Kosten für Vereinsfeiern gering zu halten. Aus sportlicher Sicht ging es mit dem Verein bergauf, in Saison 10 hatte man die 3. Liga erreicht. Persönlich nagte es allerdings sehr an Lansky, dass er, obwohl spielerisch besser als die verschiedenen 2. Torhüter im Team, nur jedes zweite Spiel eingesetzt wurde. Berichte von Torhütern wie Kahn und anderen, die je nach internationalem Wettbewerb, 50 und mehr Spiele pro Saison für ihre jeweiligen Vereine machen, nagten doch sehr an seinem Ego. Aber schon sehr früh zeigte sich, dass der Trainer ein Anhänger der Totalrotation war, kaum ein Spieler durfte zwei Spiele am Stück absolvieren. Sportlich ging es weiter aufwärts, die ehemalige Ausdrucks-Klippensprung-Arena wurde ausgebaut, die Stehplätze verschwanden, pünktlich zu Saisonbeginn wurde kollektiv Geburtstag gefeiert und mehrmals während einer Spielzeit ging es nach Trier ins Trainingslager. Erstaunlich, dass diese zwei Tage einen Erhohlungswert haben, immerhin beträgt die Entfernung fast 3.000km Luftlinie. Lanskys Leistung wurde im Laufe der Zeit immer besser, zu seinem Erstaunen musste er allerdings feststellen, dass die jungen Spieler sich weniger schnell verbesserten, als er zu seiner Zeit. Möglicherweise sind die modernen Erkenntnisse, die das Trainingsgeschehen mitbestimmen, doch nicht so viel Wert. In Saison 17 war die höchste Spielklasse erreicht. Nach einem Saufgelage zu Beginn (Geburtstag) spielte der Verein mit Ori Lansky eine für seine Verhältnisse herausragende Saison. Erstaunt war Lansky vor allem über die internationalen Begegnungen der Ligakonkurrenz, obwohl die Spieler einen großen Einsatz zeigten (die Spiele wurden im Vereinsheim „Zur Klippe“ im TV gesehen), schienen sie weniger erschöpft als nach Ligaspielen. Saison 18 brachte dein böses Erwachen. Aus versehen war der Verein in der Qualifikation des Europacups gelandet. Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses schied man aus und die Spieler waren platt. Auch zwei Kurzaufenthalte in Trier konnten dies nicht ändern. So war der schwere Gang zurück in Liga 2 unumgänglich. Doch schon in der folgenden Saison konnte der direkte Wiederaufstieg gefeiert werden. Glücklicherweise fiel er auch diesmal mit dem Geburtstag der kompletten Mannschaft zusammen. Lansky hofft, dass diesmal der Ligaverbleib dauerhaft gesichert werden kann. Auf die Frage, wie lange er noch spielen wolle, immerhin sei er erst 29 und andere Torhüter spielen bis Ende 30 auf Weltklasseniveau, äußert sich Ori: “Ich denke, dass ich meine aktive Karriere bei Bat Jam spätestens mit 31 Jahren beenden werde. Mir ist nicht klar, wie andere Torhüter dieser Welt so lange spielen können. Wenn ich noch ein Angebot bei einem anderen Verein bekomme, dann hänge ich vielleicht noch 1-2 Saisons dran.“
      Sein zweitgrößter Traum, einmal das Tor der israelischen Nationalmannschaft zu hüten, wird wohl nie in Erfüllung gehen. Die Erfüllung seines größten Traumes ist aber schon beschlossene Sache. Nach seiner aktiven Laufbahn wird er in die Fußstapfen seines Vaters treten und Mannschaftsbusfahrer bei Maccabi Bat Jam 07 werden.

      Selbstverständlich war mein Geschreibsel kein Blogeintrag im klassischen Sinne und – sollte es ein nächstes mal geben – wird sich bei einer Wiederholung auch ändern. Ich hoffe der ein oder andere hatte Zeit und Muße diese Zeilen zu lesen und hatte auch Spaß dabei. Wenn nicht ist es auch nicht schlimm, ich hatte meinen Spaß. In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal.

      qwertz

      *Überschriften mit freundlicher Unterstützung von Schlagzeil-o-mat
      ** Zugegebenermaßen habe ich die Kolumne von Franz Beckenbauer noch nie bewusst gelesen (falls überhaupt), bzw. weiß ich nicht ob es sie überhaupt noch gibt. Wenn ich aber seine Medienauftritte als Referenz nehme, dann würde ich nicht auf besondere Qualität wetten.

      Kommentar


      • #4
        Es fing alles ganz harmlos an, eine Nachricht von lujan mit dem Betreff "Repräsentationspflichten" fand sich im Postfach. Noch vor dem Lesen bekam ich erste Angstschweisstropfen auf der Stirn. Repräsentation... Ich... Um Himmels Willen... Ich bin doch nicht representativ oder...? Quasi der Ottonormaluser (in meinem Falle der Kari Nordmann) im 2mm...? (btw: Für die Faröer-Community der "Miðalhampamaður"; wikipedia sei Dank). Erste Selbstzweifel kamen, mal wieder...

        Ich hatte doch letztens erst welche... In der Pubertät. Moment, ich bin ja gerade 30 geworden, ist also doch schon was länger her. Na dann ist es also Zeit für Selbstzweifel (Für alle die das nicht kennen, dass ist mehr als nur das Zweifeln an der Taktik für das nächste Ligaspiel im 2mm)...

        Aber ich habe mich dann doch gegen das Zweifeln und für das Lesen entschieden. Da stand was von "Beitrag leisten". Wofür zahle ich eigentlich Steuern. Und Jugendförderung. Und überhaupt! Obwohl, Leistung soll sich ja seit dem letzten Sonntag wieder lohnen...

        Na dann, dann mache ich mit. Wobei eigentlich...? Ach ja, da steht es ja "Blogdings"... What...? Ach so, ein Blog... Schnell mal bei Wiki nachgeschaut, es war tatsächlich das wofür ich es gehalten habe. Dann bin ich ja doch nicht so alt und weltfremd mit meinen 30 Jahren. Schwein gehabt, dabei hatte ich tatsächlich meine Zweifel. Die ersten Anzeichen für den Alterswahnsinn sind ja schon da, man hört Lily Allen mal so zwischendurch weil nur Rockmusik ist ja auch langweilig. Und lange raus geht man ja auch nicht mehr so oft. Aber Spieleabende sind mindestens genauso cool... Man hat ja auch keine Zeit mehr, lange rauszugehen. Schon gar nicht während der Woche. Und außerdem ist Sonntags morgens Fußballspielen angesagt, da ist man dann immer so reaktionsschwach und die Kopfbälle tun weh mit einem Kater. Dann lieber doch Samstags gegen 1h in die Kiste. Mit 30 hat man ja schon so einige Erfahrungspunkte als Lehrmeister im RL gesammelt. Bei dem ganzen Freizeitstress und dem Berufsleben muss man sich sein Zeitkonto schon gut einteilen. Das kann man nicht so einfach durch ein bißchen traden aufbessern... Schade eigentlich. Was bleibt, ist die Angst vor dem Ausbleiben des Erfahrungszuwachses. Vom Horrorszenario
        Wird ein 31jähriger Spieler 32 Jahre alt, verliert er einen Stärkepunkt. Bei jeder weiteren Altersanpassung zur neuen Saison fällt die Stärke um einen weiteren Punkt, bis zur Minimalstärke 1 (eins).
        ganz zu schweigen...


        Wo war ich stehen geblieben, ach ja: ein Blog! Worüber schreibe ich denn...? Gibt doch so viel interessantes. (Meine Frau meint ja, ich soll einen Beitrag verfassen, in dem ich meine ganzen Links unterbringe die ich nach Feierabend verschicke. Dann würden die Links wenigstens einen Sinn ergeben. So für mich persönlich, für andere wahrscheinlich weniger. In rückblickender Betrachtung muss ich feststellen, dass sie eigentlich über meine Links gelästert hat... Hinterhältiges Weib... Ach ne, ich war ja dabei, also nichts mit hinterhältig. Dann nehme ich es also zurück. Wehe jemand verpetzt mich).
        Nun suche ich also ein Thema... Obwohl Themen habe ich genug, mir fehlt blöderweise einfach die Zeit dazu, eben diese auszuarbeiten. Student müsste man nochmal sein... Man hätte soviel Zeit. Ach ne, Studiengebühren... Soviel Zeit wohl auch wieder nicht. Aber manche können einige ihre bescheuerten Ideen zur Diplomarbeit machen (http://www.zeit.de/studium/uni-leben...-studentenwerk) oder sich ihr Studium damit finanzieren (http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...651412,00.html)
        Oder Rentner sein, die haben auch Zeit genug. Projekte genug habe ich ja... Zu aller erst würde ich die "Volkswirtschaftslehre" eines Online-Fußballmanagers untersuchen... Oder gruppendynamisches Verhalten im 2mm bei der Einführung von Neuerungen... Alternativ könnte man jetzt anmerken, dass ich noch kein Rentner bin und erstmal weiter arbeite und später die Projekte verwirkliche. Sind ja nur noch 40 Jahre...
        Andererseits soll das Lebben ja erst mit 66 Jahren beginnen. Zumindest Gerüchten zur Folge... Dann kann ich mich ja die nächsten 36 Jahre darauf freuen, dass mein Leben bald beginnt*

        Ja Zeit müsste man haben, nicht nur ab und zu mal die Zeit Lesen.


        Habe ich aber nicht, schade eigentlich! Naja, arbeiten ist ja auch nicht das schlechteste... Wobei ich ja eigentlich schnell den Blog schreiben wollte. Mache ich das also! Die zunächst beabsichtigte Satire lasse ich aber weg, das gibt nur Ärger. Onlinegames, Twittern und Blogs haben ja zur Zeit Hochkonjunktur. Alle begannen als Versuch der Unabhägigkeit über (Massen)Medien und Konzerne. Sind wir also alle virtuelle Revoluzzer und Revolucys...? Würde sich zumindest gut anfühlen so als Che Guevara des 2mm. (Wobei, den gibt es ja schon in Bolivien, dann vielleicht eher der Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar Palacios y Blanco des grünen Fußballonlinemanagers. Allerdings könnte dieser Trainername wohl zu lang sein, aber 4-5 Spielernamen könnte man darauf basteln). Naja, Revolutionäre der Online-Welt ist vielleicht zu hoch gegriffen. Schade eigentlich.
        Wahrscheinlicher ist aber, dass wir einfach nur ein Teil der virtuellen Spaßgesellschaft sind. Wobei "wir"...? Ich maße mir an für andere zu sprechen, das lasse ich lieber. Dann kann jeder für sich entscheiden, was er oder sie in der virtuellen Welt darstellt. Dafür muss man auch keine 30 sein...

        Hmm... Das wäre eigentlich ein schönes Fazit. Wobei ein Schlusswort, jetzt schon... Na was soll es. Aber ein Schluss ist es ja nicht, eigentlich wird gerade mein erster Blog-Spieltag abgepfiffen.

        So, kurz mal schauen was es geworden ist:

        Ob es ein Blog ist... Keine Ahnung. Schade eigentlich

        Also, man liest sich (vielleicht)
        Gruß Laix

        PS: Werden in Blogs eigentlich Smileys verwendet
        edit: Liegt am Verfasser. Aber kuxl hat es ja auch getan...

        * Aus akustischen Gründen wurde hier bewusst auf diesen Link (http://www.youtube.com/watch?v=0zFP3Fi2Hv8) verzichtet.
        Zuletzt geändert von Laixotic; 05.10.2009, 10:47.

        THE OTHER FINAL

        ... ... ... TED ... ... ...

        Es ist nicht immer alles wahr, was stimmt. Stefan Wessels

        Kommentar


        • #5
          Kinder bekommen

          oder: die rosarote Brille

          Ich blogge heute mal einen Schwank aus meinem Leben... auch wenn die meisten User hier fußballverrückte Männer sind kümmere ich mich mal um das Thema Nachwuchs (also 0j 1er mit 20/20). Ich selber bin ja auch Fußballjunkie, aber dieser eine Tag in der letzten Vorweihnachtszeit hat mein Leben total verändert und neu ausgerichtet. Die folgenden Zeilen geben nicht nur meine persönlichen Erfahrungen wieder, sondern sind auch ein Potpourri dessen, was mir in den letzten 10 Monaten zu Ohren gekommen ist.

          Eigentlich beschäftigt Mann sich gar nicht mit dem Kinderkriegen, sondern versucht nur möglichst oft dabei möglichst erfolglos zu sein. Und irgendwann hat Mann dann die fixe Idee dem Trieb der Evolution zu folgen und seine mehr oder weniger guten Gene weiter zu geben. Aber über die Auswirkungen dessen ist sich niemand vorher bewusst. Die Außenwelt (die eigenen Mütter, Väter und Freunde) animiert einen vielleicht noch dazu, weil die Zeit mit Kind ja so schön ist (dabei wollen sie selber nur unbedingt Enkel) und so schnell vorbei geht und dann sind sie groß, die kleinen Schietbüdel. Und die Schwangerschaft... ach... die ist doch auch ein Klacks (den ja sowieso die Mutter erledigt). Die tolle Babyliteratur ist auch in rosa gehalten

          und kleine Kinder lachen auf Fotos und in der Werbung immer so toll. Na, was soll´s. Probieren wir es doch mal.

          Gehen wir mal davon aus, dass es nicht sofort klappt mit dem Nachwuchs. Dann wird etwas nachgeholfen. Papa bekommt immer lecker Tomatensuppe (Das gibt laut MUTTER, die sich hier wieder einmischt, ordentlich Tinte auf dem Füller... nur anders formuliert). Mama fängt mit dem Thermometer rumzuhantieren und dann werden auch noch komische Positionen bei Zeugungsakt eingenommen, wegen der Verteilung und so... und irgendwann ist es soweit. Es wird lila. Nicht das was ihr denkt, sondern ich meine den TESTSTREIFEN!

          Und nun? Nun fängt man an sich Gedanken zu machen. Und vor Allem: MANN fängt an sich Gedanken zu machen. Aber eigentlich ist es für viele dieser Gedanken schon 6 Wochen zu spät.
          - Will ich das wirklich?
          - Kann ich weiter zum Fußball und hinterher in die Kneipe?
          - Bin ich der Vater?
          - Ist die Wohnung groß genug? Muss ich jetzt renovieren?
          - Wer soll das alles bezahlen?
          - Lieber Junge oder Mädchen? Und: Was bringt mir diese Frage; ändern kann ich es eh nicht.
          - Geht es der Frau gut? (Das fragt man sich täglich mehrfach.)

          Ziemlich schnell erkannt man nun, dass alles nur semirosa ist. Eigentlich ist es nur noch nett und nicht toll. Und NETT ist die kleine Schwester von Schei$e. Zumindest in der Schwangerschaft ist man doch deutlich involvierter, als MANN vorher dachte. Der Frau geht es oft schlecht. Physisch und psychisch. Sie kann nicht immer wie sie will und MANN muss helfen. Anfangs nur wegen Übelkeit und Schlafstörungen, später wegen diverser Krankheiten deren Namen man noch nie gahört hat, Wasser in den Beinen und anderen Körperregionen, Rückenschmerzen,... etc. Die schlimmeren Nebenwirkugen/Begleiterscheinungen spare ich mir jetzt mal. In einem Buch habe ich mal gelesen: „Nun folgt die sorgenvollste Zeit ihres Lebens“. Und das stimmt. Sorge ums Kind, Sorge um die geliebte Frau, Sorge um sich selbst und aufkeimende Existenzangst. Schon jetzt fängt man an zu zweifeln, aber das Ganze so eine gute Idee war. Gut. Aber man selber ist ja auch auf der Welt und irgendwie scheint das ja zu funktionieren mit der Fortpflanzung der Rasse. Aber rosarot ist es jetzt schon nicht mehr. Und: Können nicht andere die Kinder kriegen? Das Ganze hat aber einen Sinn. Die Schwangerschaft MUSS schwierig sein, damit sich die Menschheit nicht unkontrolliert vermehrt! Wenn es so leicht wäre wie Bier holen, dann würden wir alle in Großfamilien leben, deren Anzahl der Mitglieder denen von Flaschen in einer Bierkiste deutlich übersteigt. Und die Schlafstörungen der Mutter müssen sein, damit man (und Frau) sich schon mal darauf vorbereitet, was bald kommt. Und die Mutter muss soviel Gewicht zulegen, damit der Körper sich darauf vorbereiten kann, hinterher immer ein Kind auf dem Arm herum zu tragen.

          Nun gut. Die Geburt naht. Die Sorgen werden immer größer und man bekommt ANGST. Angst vor dem Tag, an dem man sein Kind zu sehen bekommt. Oh Gott. Wie sieht er/sie aus? Was kommt auf mich zu? Und dann ist das Kind da. Ein Wunder. Eben noch war Mamis Bauch dick und dann ist nur noch etwas dick und darauf liegt ein verdreckter kleiner Wurm... und schreit. Und dieses Schreien brennt sich sofort in den Boot-Sektor der elterlichen Festplatten und ist unter 1000 anderen Schreien heraus zu hören. Und gleichzeitig brennen sich der Geruch und die Geräusche der Eltern in den Boot-Sektor des Kindes. Unwiderruflich. Meistens passiert das Ganze nachts/morgens und es folgt noch eine weitere schlaflose Nacht hinterher, weil man immer Angst hat, er/sie/es könnte aufhören zu atmen. Und dann realisiert man, das man ein Kind hat und nun für dieses hilflose Wesen verantwortlich ist. Man schafft es in den kommenden Tagen auch zu zweit nicht, sich regelmäßig zu waschen *müffel*, das Haus zu putzen, einzukaufen... etc. Zum Glück hat man auf die jetzige OMA gehört und sich vorher mit Dosensuppen und Tiefkühlpizzen eingedeckt. Aber nun kommt wieder die nächste Angst: So kann es doch nicht weiter gehen. Wie sollen wir unser Leben geregelt kriegen? Wann soll ich es schaffen, den Antrag auf Elterngeld zu stellen? Wer wäscht das Auto? Wie und welche Windeln soll ich kaufen. Der Kopf rotiert obwohl man 15 Stunden des Tages auf dem Sofa liegt und das Kind auf dem Arm hat oder es einfach anguckt, während sich vom Schlafmangel der Nacht erholt.

          Das Kind schreit. Es schreit, weil es nichts anderes kann. Es ist ein Egoist. Die Welt interessiert es nicht. Es schreit bei Hunger, Schlafmangel, Schmerzen, Kontaktbedürfnis, Alleinseinbedürfnis... und man denkt: Was tun? Ich verstehe Dich nicht. Dazu kommt, dass ich den ersten Tagen die Mutter nur 30% einsatzfähig ist und MANN einiges zu tun hat, um diese auch noch zu pflegen... *erschöpft gähn*

          Die Welt mit Kind ist in den ersten Wochen nicht rosarot. Sie wechselt 276x am Tag die Farbe. Je nach Laune des Kindes nebst Geräuschpegel und persönlichen Schmerzgrenzen, was Geräuschempfindlichkeit und Schlafbedürfnis angeht. Das Kind wird auch in den kommenden etwa 8-12 Wochen alles dafür tun, dass man es nicht liebt. Es schreit einen an... wenn man Glück hat, wenn man Pech hat, wird man dazu noch angepinkelt oder angespuckt. Gerne auch gleichzeitig... alles drei. Und trotzdem liebt man dieses Kind. Mal mehr und mal weniger und manchmal könnte man es auch einfach liegen lassen und wegrennen. Die Natur hat dafür zwei Schutzmechanismen vorgesehen, dass dies nicht passiert. Das Kindchenschema verhindert, dass wir weglaufen, weil wir hormonell gesteuert selbst schreiende Kinder immer noch süß finden. (Forscher haben heraus gefunden, dass etwa doppelt so viele gefundene Portmonees zurück gegeben werden, wenn sich darin ein Babybild befindet, als wenn es nicht darin ist). Der Mutter hat die Natur noch etwas mit auf den Weg gegeben. Die Stilldemenz. Durch ein ausgeschüttetes Hormon vergisst Frau 1. die Geburtsschmerzen und 2. auch alles andere, was in den nächsten Wochen schlimmes passiert. Ich wünsche mir dieses Hormon auch. Aber irgendwie klappt das trotz Saugen an den Brustwarzen nicht (war ein Scherz!).

          Man sollte also meinen, es handelt sich um eine schreckliche, angsterfüllte Zeit mit zu wenig Schlaf, zu vielen Sorgen, zu viel dreckiger Wäsche, zu wenig Geld und man sollte sich fragen: Warum tut man so etwas? Ich will es euch verraten. Mein Kind schreit mich an, wie es das abends gerne tut. Es hat ja auch sonst noch keine Beschäftigung (zum Biertrinken ist es noch zu jung und der Fußball ist noch etwas zu groß und WerWirdMillionär ist auch noch unspannend, wenn man keine Antwort weiß.) Es schreit auch gerne mal eine Stunde oder zwei und man weiß nicht mehr weiter und wird sicher bald verrückt (und taub)... und dann ist plötzlich Stille. Und man guckt nach und dann liegt da dieses kleine Wesen und schläft und grinst dabei (das kann er nämlich jetzt schon, als erstes tolles Feedback). Und die zwei Stunden Geschrei und alle voran genannten Ängste sind vergessen und man ist glücklich. Das Lächeln eines Kindes ist umwerfen und gleicht Format c:/, nur mit dem Nebeneffekt, das nur negative Sachen unwiederbringlich gelöscht werden. Danke Natur!

          Was ist sagen will: Glaubt niemandem, der Euch sagt Kinder bekommen und groß ziehen ist rosarot. Das ist es nicht. Es ist harte Arbeit und die anstrengenste und sorgenvollste Zeit Eures Lebens. Aber noch nie in meinem Leben hat es sich so sehr gelohnt, hart zu arbeiten. Ich würde es immer wieder machen... bis der 24er Kader voll ist. Junge und ältere Spieler mit unterschiedlichen Stärken gut gemischt. Gehaltskosten gerade noch bezahlbar. Auf in den CC! Oder ins Schlafzimmer...

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          • #6
            Hossa!

            Hallo, Freunde der leichten Unterhaltung! Ich heiße kuxl, aber das macht nüschtzzzz!

            Ich stand letztens mit meiner Tapete im Konferenzsaal der Nationaltrainer und das war auch gut so, denn an jener Stelle herrscht dieser Tage absolutes Silence-io, wer hätte das gedacht?

            Wird dabei doch gerne mal ganz knuffig über ungarische Politik geredet oder wie man am besten der Nationalmannschaft sventastisch einen knockouta geben kann, scheint hier derzeit ein absolutes Break-er im Vordergrund zu stehen. Dabei würde ich mir vor allem in Sachen Spielkontrolle seitens der Nationaltrainer mehr Fairplay wünschen.

            So bräuchte ich zum Beispiel momente-an () dringenst einen neuen Mittelstürmer. Leider stehen Leute wie Gekas, C. Ronaldo, der Fußballgott höchstpersönlich oder gar Daniel Jäckel derzeit nicht für mich zur Verfügung, weil der Popo von Nationaltrainer das Jugendspielerkontingent aufs Minimum limitiert hat.

            So ein http://board1.2min.eu/member.php?u=84013

            Was nun?

            Eine Idee schoss mir wie Einstein durch mein Brain. Hab ja schließlich kein Muell im Hirn. Okidoki und jippi ja jeah (hihi) dachte ich mir einstweilen ganz unverschemt und fordere doch einfach eine vereinseigene Jugendförderung. Der Schuß ging Arg chiv (der dürfte dauern).

            Boooaaah (weniger Vokale gingen wohl nicht ö_Ö)! Meine Gemütslage glich der eines Hertha Fans. Beim Donner des heiligen Zeus, die Nationaltrainer besitzen zuviel Macht für einen Mann, der seine Sterne alleine neu ordnen möchte. Zuviel Zankereien und zuviel schlechtes Karma für eine – in meinen Augen – Randerscheinung in diesem Spiel. Zuwenig eleven Freunde im Umgang miteinander in den Länderforen. Schon oft wurde einem Nationalteam aus purem Machtgehabe das Fjell über die Ohren gezogen.

            Ich finde es schon Hardcore, dass viele das Gefühl haben, dass ein Nationalspieler das Allgemeingut eines Landes ist und nicht im Interesse eines Vereins verkauft werden dürfte.

            Ich möchte hier keinesfalls den Crusader in Sachen Abschaffung der Nationalmannschaften spielen, sondern nur eine kleine Sicht über meine Ansichten über die Nationalteams und deren Wichtigkeit im Verhältnis zum Egospieler kundtun.

            Zudem möchte ich doch um mehr Fairplay (ätsch, dich hab ich nun 2 Mal gehabt xD) in den Länderforen bitten.

            Könnte gut sein, dass ich diesbezüglich eine exklusive Meinung genieße, aber schließlich möchte ich hier den 2minman und nicht die 2minwm spielen =)

            Sodele, meine Wortspiele deluxe gehen auch langsam zu Ende. Ich fahre jetzt zur Oma und genehmige mir einen Döner, max-imal vielleicht noch ein Ice, man! Danach muss ich killa wohl wieder aufs klo :/

            Gruß
            der
            kuxl

            PS: Ich weiß selber, dass das Original besser ist ^^
            Für immer einer von uns

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            • #7
              Da war er wieder. Der Link im Fanforum zu diesem Online-Fußballmanager. Einmal hatte ich schon draufgeklickt. Allerdings hat dieses grün schon abgeschreckt. Wobei grün ja eine positive Farbe sein soll. Aus diesem Grund hat man bspw das Universitätsklinikum Aachen schön grün gehalten.


              Nichtsdestotrotz habe ich mich dann beim zweiten Mal angemeldet. Also nicht im Krankenhaus sondern bei 2mm. Dann musste ich wenigstens nicht für die Uni lernen. Ich hatte ja jetzt was anderes zu tun. Eine willkommene Spielverzögerung. Doch schon gab es das erste Problem. Ich musste mich für ein Land entscheiden. Verdammt, also doch was mit Bezug zu meinem Studium. Als (damals noch angehender) Geograph hatte ich eine Standortentscheidung zu treffen. Zunächst hatte ich die relevanten Standortfaktoren zu bestimmen. Da ich ja eigentlich dem Studium bzw. dem Lernen kurzzeitig entfliehen wollte, entschied ich auf mein Bauchgefühl zu hören. Also erst einmal zum Kühlschrank. Und dann in die Niederlande vielleicht. Oder Schweden. Nein, beides wäre zu offensichtlich. Also holte ich den Atlas raus. Als Entscheidungshilfe. Grenzte die Liste der potentiellen Kandidaten auf etwa 6 bis 7 Länder ein. Somit hatte ich schon mal ein Drittel ausgeschlossen. Schien ja ganz einfach zu sein das Spiel. Ich sah mich aufgrund dieses Anfangserfolges schon als kommenden Meistertrainer. Und als Supergeograph.

              Doch zurück zur Vorauswahl. Ärgerlicherweise hatten bzw. haben alle Länder in meiner Vorstellung ihre Vor- und Nachteile. Erinnerungen und Assoziationen aus dem RL. Die wahrscheinlich für das Spiel total unbedeutend sind. Es sei denn positive Urlaubserinnerungen erhöhen die Mannschaftsstärke. Aber soweit war ich ja immer noch nicht. Diese Vorauswahlsliste umfasste immer noch so unterschiedliche Länder wie die Türkei, Israel, Schottland oder Finnland. Vielleicht hilft eine Entweder-Oder-Entscheidung. Nord oder Süd. Was für mich gleichbedeutend mit Winter oder Sommer war. Ich entschied mich relativ spontan für den Winter (rückbickend vielleicht, weil dieser Tag ungewöhlich mild war). Was gleichbedeutend mit einem Nordeuropäischen Staat war. Schließlich entschied ich mich für Norwegen. Nach etwa 30 Minuten…

              Fehlte nur noch die Ortschaft. Das diese an der Küste liegen sollte und der Verein mit einem Namenszusatz mit Bezug zu meinem Lieblingsverein versehen werde sollte, stand da bereits fest. Also ging ich mit dem Finger die Küstenlinie Norwegens ab. Und stolperte dann in die Provinz Troms. Eigentlich zeigte mein Bleistift dahin. Der war nämlich auf den Atlas gefallen. Die Satellitenbilder bei google earth waren diesbezüglich aber nur mäßig. Ich musste mich also weiter mit dem Atlas beschäftigen. Dieser hat genau 2 Ortschaften in der Provinz eingzeichnet. Tromsö und Skibotn. Ich wählte das kleine Dorf Skibotn. Auch weil die Buchstaben auf mich wirkten wie die letzten Buchstaben beim Scrabble. Die Reste, die nirgendwo unterzubringen sind.

              Dann wurde auch noch ein Managername verlangt. Hmm… Tja. Die nächste schwere Entscheidung. Sich für einen eigenen Namen entscheiden, welch ein Luxus. Seinen Namen bekommt man von den Eltern (bzw. der Familie) aufgezwungen, wenn man Glück hat kann man später zwischen zwei Vornamen wählen. Wenn die Eltern so vorausschauend waren und einen bspw Jimmy Blue oder Cosma Shiva genannt haben… Aber wer nimmt schon seinen Originalnamen in der virtuellen Welt. Wie wäre es denn mit dem Spitznamen als Trainernamen… Wobei der meistens auch nicht aus einer eigenen Spitznamensfindung resultiert sondern v.a. vom Umfeld geprägt wird. Und auch keine spontane Findung ist sondern mehr ein Prozess. Jajeah Und auch von allen und jedem kommentiert wird…

              So war ich also in der luxuriösen Lage mich für (m)einen Namen zu entscheiden. Die Entscheidung müssen sonst nur werdende Eltern treffen. Und dürfen sich von der Familie reinreden lassen. Oder können die User in Off-Topic-Threads in subkulturellen Foren konsultieren
              Sollte der Name, also mein Trainername bedeutsam sein? Besser nicht. Zumal man mit den meisten Namen sofort was verbindet. (So verbinde ich (als „fertiger“ Geograph) Gauss v.a. mit den Faröern und 2mm und nicht mit Carl Friedrich). Und außerdem wecken Namen ja auch bestimmte Erwartungen. Von einem Mod Fairplay erwartet man schon aufgrund seines Namens ein bestimmtes Verhalten so wie man von einem Trainer Hitzfeldi automatisch Erfolg erwartet.

              Lieber suche ich mir dann einige Buchstaben aus und kombiniere sie ein paar mal. Das dauerte dann auch noch mal 20 Minuten und schon war ich so weit. Erster Teil geschafft. Ich konnte mit meiner Karriere beginnen.

              Anstrengend so ein Managerleben. Erst einmal eine kurze Pause. So googlte ich erst einmal. Was das Netz so an Informationen zum Thema Skibotn ausspuckt. Fand heraus, dass es nur ca. 500 Einwohner hat und zu den trockensten Orten in Skandinavien gehört. Und das dort viele seltenen Blumen wuchsen. Für mich legte ich fest, der FK Alemannia Skibotn (das Alemannia wurde erst später eingenorwegischt) war die Fußballmannschaft eines Hippie-Kleingartenvereins. Mit einem Stadion von 15.000 Plätzen. Und dann ging es zurück zum 2mm, es ging los. Also jetzt wirklich.

              Von wegen 2 Minuten Manager…

              Voll der Betrug hier
              Zuletzt geändert von Laixotic; 04.02.2010, 13:17.

              THE OTHER FINAL

              ... ... ... TED ... ... ...

              Es ist nicht immer alles wahr, was stimmt. Stefan Wessels

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              • #8
                Sieht doch alles ganz hübsch aus in der zweiten Bundesliga.

                So tabellenmäßig. Dachte ich gerade, als ich überlegte, wie ich den laixotic dazu bringen könnte, hier noch was reinzuschreiben.

                Fangen wir doch mal unten an.
                18 Rot Weiss Ahlen 30 5 6 19 18:49 -31 21
                Wundert das jemanden? Mich nicht.
                Die Sympathie-Tabelle der zweiten Liga

                Platz 18: Rot Weiß Ahlen (3 Prozent der Befragten finden den Club sympathisch). © dpa/Quelle: Sportfive
                http://www.tz-online.de/sport/fussba...ml?popup=media
                Wobei man diese Quelle in zweierlei Hinsicht in Frage stellen muß, zum einen, weil auf Platz 17 Wehen Wiesbaden auftaucht, zum anderen, weil Platz 14 gleich dreigeteilt ist. Vielleicht haben die ja nur mal eben zwei Volontäre vor die Tür geschickt mit dem Auftrag, ein paar Passanten zu fragen, wie sie denn die TuS Koblenz finden und den FC Ingolstadt.
                Ingolstadt? Okay, die Umfrage war anscheinend letzte Saison. Trotzdem. Glaube dennoch nicht, dass sich die Ahlener seitdem großartige Sympathien eingespielt haben.
                Weiß jemand, wo Ahlen liegt? Ich nicht. Und ich kenne mich in so geographischen Sachen eigentlich ganz gut aus. Kann in drei Minuten mehr als vierzig amerikanische Bundesstaaten aufschreiben, vielleicht sogar dreißig afrikanische Staaten, so Sachen wie hier würden mir nie passieren, auch wenn das so insgesamt wieder weniger geographisch ist, und so Sachen wie beim TVtotal-Erstwählercheck sowieso schon mal gar nicht.
                Portugal auf Österreich kleben und so. Ich finde den Link nicht, nur den von Büsra. Bin aber auch zu faul zum Suchen.

                Aber ich meine... Ahlen! Braucht kein Mensch, jedenfalls nicht in der zweiten Liga.

                Genau wie Koblenz.
                17 TuS Koblenz 30 7 7 16 29:49 -20 28
                Schon mal nach Koblenz der Liebe wegen gefahren? Koblenz, immer eine Reise wert? Koblenz, Du Perle nördlich des Westerwalds?
                Nö. Mag zwar eine der ältesten Städte Deutschlands sein, und der lateinische Name "Confluenza" klingt so ja ganz hübsch, grenzt sich für mein Empfinden aber zu wenig von "Influenza", also Grippe, ab.
                Außerdem auf Platz 3 der aktuellen google-Bildersuche zu Koblenz:




                Verdienter 17. Platz, wie ich finde.

                Um den Relegationsplatz streiten sich derzeit offenbar der FSV Frankfurt und Hansa Rostock, also im Sinne von "Ich will ihn nicht.". Diesbezüglich gelten meine Sympathien eindeutig dem Ostclub, schon weil im Zuge der Erderwärmung Mecklenburg-Vorpommern innerhalb der nächsten Dekaden allmählich wohl mehr so auf Wassersportarten umsatteln werden muß und somit jedes Fußballerfolgserlebnis Balsam für die Seele des dortigen erst gebeutelten, dann gegruschelten, aber bald gefluteten Volkes darstellen kann.

                Hallo Bremen, übrigens, haltet die Ohren steif.
                http://yuccatree.de/2009/09/welt-unt...iegel-steigen/
                Wobei ich gerade sehe, selbst so ca. 14 Meter gestiegener Meerespegel ließe die Rostocker Südstadt, den Zoo, ach was, weite Teile des Stadtgebietes unberührt, während in Bremen komplett Land unter wäre.
                Vierzehn Meter, das kann noch was dauern.
                Andererseits: meine eventuellen Enkel hätten Küste schon bei Eindhoven, das sparte Spritkosten.
                Wenn es in hundert Jahren überhaupt noch Sprit geben sollte. Und es in Eindhoven überhaupt einen schönen Strand geben werden würde, weiß man ja nicht. Es sei denn, man greift auf Zeitreisen zurück, was aber auch nicht alles einfacher gemacht haben werden wird. Aber zurück zum Abstiegskampf.

                Union, Karlsruhe, Aachen, Oberhausen sind noch nicht aus dem Schneider, aber eigentlich sollte dieserorts nichts mehr schief gehen. Geht von mir aus auch in Ordnung.
                Wobei ich Oberhausen außerordentlich unattraktiv finde, so als Stadt. Ich kenne obendrein jemanden, der jemanden kennt, der mal gesagt haben soll, dass das Schönste an Oberhausen sei, dass man nicht mehr in Essen ist. Kann auch sein, dass ich das geträumt habe, ich glaub aber nicht.

                Eigentlich müßte ich auch noch einmal überlegen, ob mein Sympathiebonus für Rostock überhaupt noch zählt, wo doch gar nicht die frühzeitige Flutung ansteht. Eher sollte ich eigentlich erwarten, dass die sich mal ordentlich langmachen, wofür zahle ich denn sonst meinen Solidarzuschlag, hm? Und die Bremer erst! Muß man sich mal vorstellen. Die Bremer zahlen Soli für u.a. Rostock, die bauen davon Deiche, retten damit das Ostseestadion, während die gerade frisch gebaute Greecehakles-Arena in der Sturmflut von 2039...
                Wie auch immer.

                Wo war ich? Zweite Liga, Blog, richtig.

                Und oben?

                1 1. FC Kaiserslautern 30 18 8 4 51:23 28 62
                Lautern ist ja eigentlich (noch) nicht so die Fahrstuhlmannschaft und gehört für mein Empfinden eher nach oben, zumal deren erster Abstieg das sowas von Allertragischste, -traurigste und -rührseligste war, was jemals im deutschen Fußball passiert ist.
                Mal abgesehen natürlich von ein paar schlimmen Sachen, die böse Fußballprofis mit Andreas Möller gemacht haben.

                Erstaunlicherweise spuckt google video zur Anfrage "Heulsuse Möller" nichts Brauchbares aus, das nimmt mich Wunder.

                St. Pauli?
                2 FC St. Pauli 30 18 4 8 60:31 29 58
                St. Pauli ist sowieso mein Zweitlieblingsverein. Weiß nicht genau, wie das kam, aber ich glaube, es hängt mit dem rudimentär Anarchischen, das ich mit diesem Club verbinde, zusammen.

                Und ob es nun Augsburg als mal wieder ein absoluter Neuling in die Relegation oder gar die erste Liga schafft und es dann den anderen Südvereinen wie weiland Unterhaching oder eher Ulm gleichtut und sich alsbald wieder verzweifelt winkend verabschiedet, oder ob sich Düsseldorf oder Duisburg doch noch in die Relegation retten, ist mir im Grunde schnuppe.

                Mittelfristig fände ich es übrigens ganz schick, wenn sich mal in der Hauptstadt sowas wie ein repräsentativer und finanzkräftiger und vielversprechender zweiter Club als bundesweit zweite Größe neben den Bayern etablieren könnte, muß ja nicht die Hertha (tschüß, übrigens) sein.

                Aber das alles nur am Rande.

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                • #9
                  Zitat von lujan Beitrag anzeigen
                  Sieht doch alles ganz hübsch aus in der zweiten Bundesliga.

                  So tabellenmäßig. Dachte ich gerade, als ich überlegte, wie ich den laixotic dazu bringen könnte, hier noch was reinzuschreiben.
                  aaargh...
                  hatte ich überlesen. Böser Arbeitsstress und so...

                  aber hübsch die tabelle der letzten 2.Liga-Saison...
                  Zum Glück beginnt bald die neue.

                  Bald. Nein. Nicht so Bald.

                  Nun ist es schon fast eine Woche her, das man von Torres und Konsorten „Aqui es la cosa“ vernehmen konnte und somit die Post-WM-Ära bzw. die Prä-Buli-Epoche (auch bekannt als Saisonvorbereitung) ein geleitet wurde.

                  Wobei, eigentlich läuft ja schon wieder eine WM… Ja sogar Fußball. Wenngleich leider wenig beachtet, selbst wenn Alexandra Popp trifft.
                  Das Sommerloch… Nein nicht das , das fußballerische Sommerloch hat demnach begonnen, Transfergerüchte hin oder her, Testspielsiege gegen Hintertupfingen und sonstige Dörfer sind wie Mon Cherie-Konsum wenn man sich betrinken will.
                  Und bei einem solchen Sommer ist die Flüssigkeitsaufnahme sehr wichtig, quasi höchste Eisenbahn

                  Zurück zum Sommerloch, also the silly season, die für den gemeinen Briten an sich ja schon was früher begonnen hat

                  Mit Ferienbeginn der Politik (nicht zu verwechseln mit der Wahlkampflosen Zeit) kommen sie wieder hervor, die Hinterwäldler… äääähm Hinterbänkler, stürzen sich wie die Ersatzspieler bzw. Spieler des erweiterten Kaders auf die verbliebenen Mikros und geben ihren Senf zum besten, warum sie die besseren Stammspieler wären, wenn sie dürften wie sie wollten…

                  Da kann man nur froh sein, wenn man in den Urlaub düsen kann. Oder viel arbeiten muss/darf weil die fortpflanzungsfreudigeren Kollegen an die Schulferien gebunden sind.
                  Alternativ kann man das dumme Geschwätz der Sommerpause mit einem Sommergedudel übertönen. Gibt ja genug davon.
                  Einer Studie der Universität von Huddersfield (Großbritannien) vom September 2005 für das Inflight-Magazin „British Airways High Life Magazine" zufolge[2] gibt es eine stereotype Formel, die den perfekten Sommerhit entstehen lässt. Dr. Rupert Till analysierte die als Sommerhits klassifizierten Charthits und gelangte auf diese Weise zu einem „Ohrwurm-Quotienten“ („Catchiness Quotient"), der sich aus verschiedenen Variablen zusammensetzt. Hierzu gehören insbesondere die Entfernung von Halbtönen zum höchsten und niedrigsten Ton im Refrain, die Anzahl der verwendeten Akkorde, Anzahl der Schritte in einer Tanzabfolge oder die Aufwendungen für Promotion durch die Plattenfirma. Der Quotient bestätige, so die Studie, dass es eine Formel für das Phänomen eines Sommerhits gebe und warum aus musikwissenschaftlichen Gründen in beinahe jedem Sommer die Hitparaden durch derart eingängige und einprägsame Songs überfallen würden. Die Studie lässt allerdings offen, ob alle von ihr untersuchten Sommerhits diesem Schema folgen und ob die Käufer von Tonträgern ihr Kaufverhalten danach richten.
                  Merkmale eines klassischen Sommerhits sind demnach in der Regel eine einfache Melodie, ein tanzbarer Rhythmus und einfacher Text. Als Rhythmusvorlage dienen häufig lateinamerikanische Tänze wie Samba, Salsa und Merengue. Darüber hinaus wird ein Sommerhit sehr häufig mit einem sehr einfachen Partytanz verbunden, während sich der Text zumeist zwischen Urlaubs- und Sommerthemen bewegt.
                  In der Regel ist der Sommerhit bzw. der Interpret ein One-Hit-Wonder. Von einem tatsächlichen Sommerhit im engeren Sinne kann objektiv nur gesprochen werden, wenn er auch Platz Eins der Hitparade in mindestens einem Land zwischen Juni und September eines Jahres erreicht (auf der Südhalbkugel entsprechend Dezember bis Juni). Zudem heben sich Sommerhits durch intensives Airplay im Radio von anderen, gleichzeitig erschienen Titeln heraus. Umsatztechnisch ist in der Musikindustrie bekannt, dass ein Sommerhit weniger Plattenumsatz erfordert als ein im Winter veröffentlichter Titel, wenn er den gleichen Rang in der Hitparade erreichen soll. Das liegt daran, dass der saisonale Umsatzschwerpunkt der Plattenindustrie im Winter liegt. Das Phänomen des Sommerhits ist lediglich in den umsatzstärksten Tonträgermärkten bekannt (USA, Großbritannien, Japan, Deutschland u.a.).
                  http://de.wikipedia.org/wiki/Sommerhit
                  Und weil der Musik außerdem nachgesagt wird, dass sie

                  … bei uns intensive Emotionen auslöst: Sie kann trösten, Freude schenken oder zu Tränen rühren. Wenn uns Musik zutiefst berührt, aktiviert sie dieselben Gehirn-Areale, die für Belohnung zuständig sind, die auf Stimuli wie Schokolade, Sex oder Drogen reagieren.
                  http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungs...icht_musik.jsp
                  Hier noch einige Sommerhits aus 2004, 1981, 2005 und ganz zeitlos von Israel Kamakawiwoole
                  http://www.youtube.com/watch?v=7dArEv_9taI
                  Und abschließend noch das von Lady Gaga feat. The Borg

                  Ach ja, die 20 erfolgreichsten finden sich hier:
                  http://mdl.br-online.de/multimedia/e...731-sommerhits
                  OMG, da ist viel Mist dabei. Ähnlich wie bei den WM-Songs. Alle neu… beispielsweise das hier. Nicht zu verwechseln mit dem hier von 1975. Den Rest spare ich mir jetzt.

                  Wie kam ich eigentlich drauf. Ach ja, die Sommerpause.

                  Warum Gott, Warum…?

                  Was hab ich dir getan…?

                  Keine WM…

                  Keine Bundesliga…

                  Und jetzt noch die „Winterpause“ im 2mm…

                  WARUM…?

                  Silence…?


                  Warum…?

                  *in den Tempel rennt und ein paar Kerzen anzünd damit das Elend der Sommerpause bald ein Ende hat*



                  Euch einen schönen Sommer, tolle Urlaubstage und eine gute Erholung.

                  Gruß Laix

                  PS: Und hier noch ein Sommerloch der anderen Art (Womit sich der Kreis zu Hinterwäldler Guido schließt)

                  THE OTHER FINAL

                  ... ... ... TED ... ... ...

                  Es ist nicht immer alles wahr, was stimmt. Stefan Wessels

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                  • #10



                    Geographie

                    Der 2 Minuten Manager (auch 2minman oder 2mm genannt) liegt in den Weiten des Webs. Die Landschaft ist größtenteils sehr flach und einfach zu durchwandern. Der 2minman grenzt größtenteils an das Gebiet Freitzeitgestaltung, ist allerdings auch aus dem Schurkenstaat Büro zu erreichen.


                    Klima

                    Zahlreiche Regenfälle sorgen dafür, dass diese Landschaft während des ganzen Jahres in einem frühlingshaften Grün erscheint. Die Niederschläge werden aber ausschließlich zum Bewässern des Stadionrasens, der Trainingsplätze und für die Spielerduschen genutzt.



                    Einwohnerzahl und Zusammensetzung


                    Der 2 Minuten Manager gliedert sich in 2 Kontinente. Dabei unterscheidet die Wissenschaft in Europa sowie Südamerika.
                    Europa, auch bekannt als die alte Welt gliedert sich 52 Nationen mit jeweils 16 Ligen a 18 Teilnehmern. Besiedelt ist dieser Teil des 2mm derzeit mit etwa 9.000 Menschen. Da das Gesellschaftssystem mit genau 14.976 Teilnehmern erst funktioniert, werden die Bewohner durch cpus unterstützt. Düstere Vorhersagen prophezeien bereits heute ernsthafte Auseinandersetzungen mit ebendiesen. Diese sollen aber überwiegend in den unteren Sphären stattfinden.

                    Dichter besiedelt ist Südamerika mit insgesamt nur 10 Nationen und ebenfalls je 16 Ligen. Fast alle 2880 Einwohner sind menschlichen Ursprungs.

                    Im Laufe der Evolution haben sich einige Eingeborenen des 2mm in sogenannte Rudel zusammengeschlossen. Diese Rudel treiben insbesondere im Offtopic ihr Unwesen. Diese Rudel bedürfen manchmal einer gewissen Beaufsichtigung.




                    Religion

                    Im Laufe der Geschichte hat sich eine religiöse Dreifallsigkeit entwickelt, welche allerdings nicht mit anderen Dreifaltigkeiten zu vergleichen sind. Wesentliche Ereignisse führen die Eingeborenen auf den Schöpfer, die Engine sowie die Aufstiegsfee zurück. Wichtigste Thesen sind in diesem Zusammenhang „Falls die Engine/Aufstiegsfee den Einwohnern hold ist oder evolutionäre Eingriffe des Schöpfers. Des Weiteren wird auch schon mal ein Endzeitszenario befürchtet: Falls der Schöpfer einen (wohl imaginären) Stecker zieht…

                    Diese Dreifallsigkeit wird insbesondere im Off-Topic thematisiert, häufig sogar gepriesen oder verwünscht.
                    Wichtigste Religiöse Feiertage sind die Europameisterschaften, welche alle 2 Saisons stattfinden sowie die Saisonwechsel, an denen vermehrt Sichtungen des Schöpfers durch einzelne Bewohner gemeldet werden sowie viele Erfahrungspunkte gefunden werden.


                    Wirtschaft

                    Die Wirtschaft erzielt ihre Haupteinnahmen ausschließlich aus folgenden Quellen:
                    • Menschenhandel (Transfererlöse)
                    • Sponsoren
                    • Zuschauereinnahmen
                    • Prämien

                    Mit Ausnahme des Regens sind keine Rohstoffe bekannt.
                    Wesentliches Bestreben der Einwohner ist außerdem das Sammeln von Erfahrungspunkten im Rahmen der eigenen Karriereplanung. Diese Erfahrungspunkte sind aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung überwiegend als eine Agglomeration von 3 Punkten vorhanden und liegen alle 2 Tage rum und sind dann in einem Duell an einem so genannten Spieltag hart umkämpft. Sind zwei Gegner gleich stark, zerbrechen die Agglomerationen von Punkten wobei 1 Punkt zerstört wird und die Rivalen jeweils nur einen Punkt erhalten.
                    In weiteren Wettbewerben treten weitere, seltenere Agglomerationen von Punkten auf. Eine genaue Erklärung eines weisen Eingeborenen findet sich hier.


                    Infrastruktur

                    Die erwirtschafteten Erträge werden zum Teil in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt. Dies erfolgt zu 100% in den Aus- und Umbau der Stadien. Da Forschungsreisende in die Welt des 2mm keine Verkehrswege entdecken konnten, geht die Wissenschaft derzeit davon aus, dass große Entfernungen ausschließlich über die Technik der Teleportation bewältigt werden



                    ______________________
                    Besonderer Dank geht an Hypnos, der mir das erste Bild gebastelt hat

                    THE OTHER FINAL

                    ... ... ... TED ... ... ...

                    Es ist nicht immer alles wahr, was stimmt. Stefan Wessels

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